Traffic mit Google Analytics – Nutzungserlebnis verbessern

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Google Analytics nutzen, um mehr Traffic zu bekommen –
Lektion 2: Nutzungserlebnis verbessern

Wenn man die Bestrebungen von Google auf einen Begriff geben sollte, dann wäre das meiner Meinung nach “Nutzungserlebnis”.

Immer wieder weist Google darauf hin, dass man als Webseiten-Betreiber vor allem die Besucher im Auge haben sollten.

In diesem Blogbeitrag gebe ich Tipps, wie man Google Analytics Auswertungen und Daten nutzen kann, um das Nutzungserlebnis der Besucher zu analysieren, zu verbessern und damit seinen Traffic zu steigern.

Google Analytics nutzen, um mehr Traffic zu bekommen

Google Analytics zeigt weit mehr als nur Besucherzahlen und Seitenaufrufe.

Mit dem sehr umfangreichen kostenlosen Tool kann man eine Menge über seine eigenen Webseite und seiner Besucher erfahren.

Das kann man dann wiederum nutzen, um seinen Traffic zu steigern.

 

2. Nutzungserlebnis verbessern

  • Verweildauer auf einzelnen Artikeln

     

    Je länger ein Besucher auf der eigenen Webseite bleibt, umso besser scheint der Inhalt zu gefallen.

    Die Verweildauer auf einzelnen Artikeln/Seiten findet man in Google Analytics unter “Verhalten > Website-Content > Alle Seiten”. Dort wird die “Durchschnittliche Besuchszeit auf Seite” angegeben.

    Je länger User auf einer Seite verweilt, umso eher scheint er den Text wirklich zu lesen. Das ist natürlich ein gutes Zeichen.

    Deshalb macht es einen Sinn, sich anzuschauen welche Artikel(-Themen) die Nutzer besonders lange lesen. Das ist ein guter Hinweis darauf, dass diese Themen nicht nur interessant für die Leser sind, sondern auch noch genau das sind, was sie suchen und sich erwarten.

    Weitere Artikel zu diesen Themen wären in so einem Fall meist eine gute Idee.

    Aber man kann anhand der Verweildauer auch Probleme erkennen. Hat eine Seite zwar viele Aufrufe, aber nur eine kurze Verweildauer, sollte man sich diese genauer anschauen.

    Gibt es dafür keine guten Gründe (AdSense, Affiliate-Links, viele interne Links), dann sollte man prüfen, ob der Inhalt vielleicht nicht die Erwartungen der Leser erfüllt und ob es Möglichkeiten gibt diesen zu optimieren.

    Unter “Verhalten > Website-Content > Aufschlüsselung nach Content” finden all diejenigen noch interessante Infos, die Kategorien in der URL bzw. Seiten-Strukturen nutzen.

    Hier werden die Aufrufzahlen und die Verweildauer entsprechend gruppiert. So sieht man z.B., welche Kategorie welche durchschnittliche Verweildauer hat.

  • Absprungrate vs. Ausstiege

     

    2 Werte die oft verwechselt werden sind Absprungrate und Ausstiege. Beide Werte sind sehr interessant.

    Die Absprungrate ist ein Prozentwert, der angibt, wie viele Besucher nach nur einer Seite die Website wieder verlassen. Das ist oft kein gutes Zeichen, zumindest für Content-getriebene Webseitns, die ja meist mehr Seitenaufrufe haben wollen, weil sich das z.B. positiv auf die Werbeeinnahmen auswirkt.

    Unter “Verhalten > Website-Content > Alle Seiten” gibt es eine Spalte, in der die “Absprungrate” steht. Hat eine Seite einen besonders hohen Wert, sollte man sich diese genauer anschauen. Gibt es hier ebenfalls keine guten Gründe, sollte man diese Seite optimieren bzw. daraus die Lehre ziehen, dass dieses Thema für die eigene Zielgruppe nicht optimal ist.

    Andererseits sind Seiten mit besonders niedriger Absprungrate natürlich sehr gut. Diese Themen sollte man ausbauen.

    Ganz besonders wichtig ist die Analyse der Absprungrate bei den Zielseiten, die man unter “Verhalten > Website-Content > Zielseiten” findet. Das sind die Seiten und Artikel, über die die Leser auf die eigene Webseite gelangen. Deshalb sollte man diese Seiten besonders gut optimieren, damit neue Leser nicht gleich wieder abspringen.

    Eine realistische Absprungrate kann man übrigens wie in diesem Artikel beschrieben einrichten. Dann werden nur Leser in diese Statistik aufgenommen, die weniger als X Sekunden auf der Website waren. Wer einen Artikel 3 Minuten liest, würde ich nämlich nicht in die Absprungrate einbeziehen, auch wenn er nur den einen Artikel liest und dann wieder geht.

    Der Wert Ausstiege gibt dagegen an, wie viel Prozent der Leser einer Seite danach die Website verlassen haben.

    Dabei spielt es keine Rolle, ob sich die Person vorher schon 2 oder 10 Seiten angeschaut hat.

    Auch hier muss man unterscheiden. Will man, dass die Leute die eigene Webesite verlassen, weil man z.B. Affiliate-Links und -Banner eingebaut hat? Ist das nicht der Fall, sollte man Seiten mit einem hohen Ausstiegswert genauer analysieren. Evtl. kann man die interne Verlinkung, die Ladezeit oder einen anderen Aspekt verbessern.

    Unter “Verhalten > Website-Content > Ausstiegsseiten” finden man die Seiten, von denen die Leser am häufigsten die eigene Webseite verlassen.

  • Ladezeit

     

    Die Ladezeit einer Webseite bzw. einzelner Seiten hat großen Einfluss auf die Nutzungszufriedenheit. Studien belegen, dass längere Ladezeiten für häufige Absprünge sorgen.

    Unter “Verhalten > Website-Geschwindigkeit > Übersicht” findet man Informationen über die Ladezeit der eigenen Webseite.

    Neben Gesamtwerten findet man z.B. Angaben für einzelne Browser. Sticht hier ein Browser negativ heraus, sollte man sich mal anschauen, ob es mit ihm spezielle Probleme gibt.

    Unter “Verhalten > Website-Geschwindigkeit > Seiten-Timings” kann man sich die Ladezeiten für einzelne Unterseiten anschauen und auch deren Entwicklung. Sind hier einzelne wichtige Seiten besonders langsam, sollte man diese analysieren und die Ladezeit optimieren. Man bekommt sogar Optimierungs-Empfehlungen für einzelne Seiten vorgeschlagen.

  • In Page Analyse

     

    Ein interessantes Analyse-Tool findet sich unter “Verhalten > In-Page-Analyse”. Hier zeigt Google Analytics direkt auf der eigenen Webseite an, wie viele Klicks die einzelnen Links bekommen haben.

    So kann man sehen, wohin die Leser klicken und welche Links sie vielleicht gar nicht wahrnehmen. Eine gute Grundlage für die Usability-Optimierung.

    Zudem wird anzeigt, welchen Teil der Webseite wie viel Prozent der Besucher sofort sehen. Wichtige Elemente sollte man innerhalb dieses Bereiches platzieren.

    Mittlerweile ist Google Analytics dazu in der Lage einen Link, der mehrmals auf einer Seite vorkommt, separat zu tracken. Dafür muss man nur die Erweiterte Linkzuordnung aktivieren.

Fazit

Google Analytics bietet einige Möglichkeiten das Nutzungserlebnis der Besucher zu analysieren und zu optimieren.

Auch hier gilt aber wieder, dass man die Erkenntnisse dann aber auch in die Tat umsetzen sollte. Allein die Auswertung verbessert noch nichts.

So geht es weiter

Im nächsten Teil dieser Artikelserie geht es um neue und alte Besucher.

Ich zeige, wie man mit Google Analytics neue Besucherquellen findet, aber auch die eigenen bestehenden Leser besser kennenlernt.




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